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Bau und Lage:
Das Gotteshaus ist die Mutter- und Hauptkirche der Stadt. Im Volk heißt sie die Dorfer- oder Markterkirche; denn als Markt wird dieser zentrale Teil der Stadt auch heute noch bezeichnet. Seit der Teilung der Stadt in 4 Bezirke wird dieser Kern des Ortes auch 1. Bezirk genannt. Die Kirche erhält schon durch ihre Lage an einem malerischen Platz mit verschiedenen alten und neuen Häusern, Brunnen und 5 strahlenförmig einmündenden Straßen besondere Beachtung. Bis spät ins 19. Jahrhundert umfasste die Pfarre St. Martin das gesamte Gemeindegebiet mit Ausnahme des Bergdorfes Ebnit.
Die jetzige Kirche stellt mindestens den 5. Bau an dieser Stelle dar.
Die St. Martins-Kirche wird 1130 erstmals erwähnt. Vermutlich wurde sie im 9. Jahrhundert vom Kloster St. Gallen gegründet. 1401 wird von einer Kirchenerweiterung berichtet. Vom gotischen Kirchenbau 1453 ist nur mehr der freistehende Kirchturm mit gotischem Spitzhelm und grün lasierten Ziegeln erhalten. Eine Vergrößerung der Kirche erfolgte 1669/70 nach einem Blitzschlag. Aus jener Zeit des frühen Barock dürften die Formen der Schalllöcher des Turmes stammen.
Das Rokoko führte 1751/53 ein neues Gotteshaus auf. Von jener Zeit sind noch verschiedene Betstühle mit schön geschnitzten Wangen erhalten, ebenfalls die Statuen des hl. Georg und des hl. Martin im Chorraum. 1767 wurde der Turm erhöht.
Die jetzige Kirche wurde 1839/40 unter Pfarrer Schweinberger erbaut. Die Pläne lieferte Staatsbaumeister Ing. Martin von Kink. Die feierliche Weihe vollzog am 3. Sept. 1857 Fürstbischof Vinzenz Gasser.
1967 – 1969 wurde das Gotteshaus von Arch. Emil Steffann aus Bad Godesberg entsprechend den liturgischen Bedürfnissen unserer Zeit umgestaltet. |
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Die Längsachse der Kirche will betonen: Die auf dem Weg befindliche Gemeinde geht auf das Offene zu, auf das Jenseitige.
Gleichzeitig ist der Raum zentral akzentuiert: Die um den Altar versammelte Gemeinde bezeugt ihren Glauben an den in ihrer Mitte gegenwärtig werdenden Christus. Christus ist die Mitte und Kraftquelle der Gemeinschaft.

1999 wurde unter Leitung von Arch. Wolfgang Ritsch die Seitenkapelle renoviert. Der Kapelle wurde ein Glaskubus vorgeschoben, der Transparenz gewährt und zum Verweilen einlädt.
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